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NEWS-BLOG ZUM TECHNOLOGISCHEN, INDUSTRIELLEN UND INNOVATIVEN WALLIS

14.07.2020

Walliser KMU macht Solaranlagen besser

Presse

Sonnenkollektoren effizienter machen: Dieser Aufgabe hat sich das Walliser KMU Bühler Entreprises Monthey (BEM) verschrieben. Mit Hilfe kleiner, fernsteuerbarer Boxen optimiert das Unternehmen den Wirkungsgrad von Solaranlagen, der etwa wegen Schattenwurf von benachbarten Gebäuden reduziert wird. Kürzlich hat «Le Matin Dimanche» dem Unternehmen einen Beitrag gewidmet.

«Schatten verringern sukzessive die Wirkung von Solarananlagen, wenn die Sonne rotiert», erklärt Andreas Schoeni, Geschäftsführer der BEM, im Artikel von Le Matin Dimanche. «Genau wie bei einer Batterie mit mehreren Zellen braucht es dann nur eine geschwächte Zelle, um die Produktion einer ganzen Linie zu beeinträchtigen.»

Das Unternehmen hat deshalb mit mehreren Partnern ein fernsteuerbares Managementsystem entwickelt. «Kleine Kästchen, Optimierer genannt, suchen ständig nach dem 'Maximum Power Point', das heisst dem Punkt, an dem das Panel die meiste Energie produziert», sagt Schoeni. Es ist möglich, die Anlage aus der Ferne zu warten. Eine App alarmiert den Besitzer bei Problemfällen. 

 

Vielversprechendes Projekt in Basel
Ein solches optimiertes System wird demnächst im Stücki Park in Basel in Betrieb genommen. Laut Schoeni reicht ein zusätzliches Produktionsjahr aus, um die Mehrkosten der Installation zu amortisieren, was bei einer Anlage mit einer Lebensdauer zwischen fünfundzwanzig und dreissig Jahren durchaus sinnvoll sei.

Der Einsatz der BEM-Optimierer wird es somit ermöglichen, die Anzahl möglicher Flächen zu erhöhen, auf welchen Sonnenkollektoren installiert werden können. Und vielleicht wird sich dadurch auch die Verbreitung und Nutzung der Solarenergie in der Schweiz und darüber hinaus weiter beschleunigen.

 

Rund 50 Mitarbeitende
Die BEM mit Sitz in Monthey ist eines der führenden Schweizer Unternehmen im Bereich der industriellen Elektroinstallationen und der erneuerbaren Energien. Sie wurde 1982 gegründet und beschäftigt rund 50 Mitarbeitende und Lernende. Von 1996 bis 2003 baute die Firma in drei Phasen Fabrikationshallen, ein Bürogebäude und ein Ingenieurbüro.

Das Unternehmen gliedert sich in vier Bereiche, die sich im Lauf der Jahre herausgebildet haben: Elektrische Anlagen in Privathaushalten, elektrische Anlagen in der Industrie, Energieversorgungsanlagen im Mittel- und Hochspannungsbereich sowie die Herstellung von elektrischen Schalttafeln.


Quelle : Artikel im Le Matin Dimanche (05.07.2020), von Ivan Radja